So viel sei bereits jetzt verraten, das Gastspiel der Stockerauer in der ASH beim Team LKW-Walter, sollte in der Dramaturgie des Spielverlaufes ein Zeichen setzen. 13 Volltreffer und 10 Strafen wurden den 21 Fans in der Halle serviert. Die Oilers starteten hochkonzentriert, druckvoll und erfolgreich in die Partie. 90 Sekunden nach Anpfiff versenkte Michael Schwarz das Spielgerät zum 0:1 für Stockerau in den Maschen. LKW Walter konnte sich noch gar nicht von der kalten Dusche erfangen als die Nummer 22 der Oilers Oliver Friedl ideal bediente und dieser eiskalt zum 0:2 verwerten konnte. Die Walterianer mussten reagieren, und das taten sie auch eindrucksvoll. Der Stockerauer Markus Schwarz wusste sich nur mit einem Foul zu helfen und musste für 2 Minuten in die Kühlbox. In der Überzahl erarbeitete sich LKW eine Chance nach der Anderen und wurde dafür in Minute 7:10 mit dem Anschlusstreffer belohnt. Jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit offenen Visier. Mit einem Doppelschlag innerhalb von weniger als 2 Minuten gelang es dem Heimteam das Spiel nach 0:2 Rückstand in eine 3:2 Führung zu drehen. Mit diesem Ergebnis endete auch der erste Spielabschnitt. Anders als im ersten Drittel, starteten die Walterianer, gepusht durch die Führung, hellwach in die 2. 20 Minuten. Von Spielminute 22 bis 26 legten entfesselt agierende Gastgeber 3 Treffer zur 6:2 Führung nach. Die Fans von LKW-Walter waren ganz aus dem Häuschen und feierten bereits einen sich vermeintlich abzuzeichnenden Sieg ihrer Mannen. Wer jetzt geglaubt hätte, dass sich Stockerau ihrem Schicksal ergeben würde, sollte sich getäuscht haben. Jassek, Fleck und Vrtal sorgten bis zur 36.Minute mit 3 Toren dafür, dass auf dem Scoreboard nach 40 Minuten ein 5:6 aufleuchtete. Das Spiel war plötzlich wieder offen und garantierte Spannung für das Schlussdrittel. Die Oilers konnten den positiven Schwung mitnehmen und sorgten mit Philipp Augustin nach Assist von Michael Vrtal in Minute 42:20, für den umjubelten Ausgleich zum 6:6 für die Niederösterreicher. LKW Walter war nun bemüht, das Spiel zu beruhigen und wieder Akzente zu setzen, aber sämtliche Versuche ein weiteres Tor zu erzielen, scheiterten entweder am gegnerischen Goalie oder an der eigenen Abschlußschwäche. Die Entscheidung an diesem Abend in einem verrückten Spiel, sollte im Powerplay für die Stockerauer fallen. Stefan Rötzer konnte in Minute 53:20 den Puck nach einer Aktion über 3 Mann entscheidend ablenken und im Tor unterbringen und damit das Spiel endgültig zu Gunsten der Gäste drehen. In folge setzte LKW-Walter alles auf eine Karte, stürmte mit Mann und Maus auf das gegnerische Tor. Stockerau konnte sich teilweise nur mit Fouls helfen und kassierte eine Strafe nach der Anderen. Diesen Vorteil konnten die Walterianer aber nicht mehr nutzen und so blieb es nach dem Schlusspfiff beim 6:7 für Stockerau.

Fazit: eine turbulente Partie mit Comebacks beider Teams, vielen Toren und tollen Spielszenen in einem abwechslungsreichen Spielverlauf. Stockerau sollte vielleicht an der Disziplin arbeiten, denn in der Regel gewinnt man auf der Strafbank keine Spiele ;-)