Die Vorzeichen der Partie standen auf Aussichtslosigkeit für die Gastgeber, mussten sie doch nicht weniger als 13 Spieler, teilweise krankheitsbedingt vorgeben. So brachte man nur 8 Feldspieler auf den Spielbericht, während der Gegner in die Vollen greifen und mit 3 Linien agieren konnte. Damit war bereits vor Anpfiff das Kräfteverhältnis ganz klar zugunsten der Muskrats verteilt, wahrscheinlich nur die Höhe des Sieges noch ungewiss. Und weil ein Ungemach selten alleine kommt, klingelte es bereits 60 Sekunden nach Anpfiff des Spieles im Tor der Gastgeber. Eine Unordnung in der Defensive der Bastards, nutzte Andreas Isep kaltschnäuzig zur blitzartigen 0:1 Führung der Gäste. Wer jetzt mit einem Sturmlauf der Muskrats rechnete, sollte recht behalten, allerdings wehrten sich das dezimierten Heimteam mit Allem was sie aufzubieten hatten. Der Tormann stand im Mittelpunkt des Geschehens, parierte aber mit tollen Reflexen eine Chance nach der Anderen. So ging es mit dem respektablen 0:1 in die erste Pause. Nach Wiederanpfiff mussten die Bastards wieder ein schnelles Tor hinnehmen, nachdem die Gäste einen Rebound, aus einem gelungenen Angriff, zum 0:2 verwerteten. Nur 2 Minuten später legte Matthias Blaimschein nach einem Gestochere vor dem gegenerischen Gehäuse zum 0:3 nach. Die Beisl Bastards ließen sich trotzdem nicht entmutigen, versuchten ihrerseits immer wieder mit offensiven Spielzügen, ihren Torhüter zumindest teilweise zu entlasten. Das 0:4, abermals durch die Nummer 31 konnten sie trotzdem nicht verhindern. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die zweite Drittelpause. Keine 2 Minuten waren im Schlussdrittel absolviert, als Andreas Isep über seinen 2.Treffer zum 0:5 jubeln durfte. Wieder ein schnelles Tor, dass die Gastgeber einstecken mussten. Es sollte überraschenderweise aber bei diesem Zwischenstand bleiben, trotz der schwindenden Kräfte stemmten sich die Bastards heroisch entgegen. Die Muskrats agierten nun clever, taten für das Spiel nur noch das Notwendigste, und wenn gefährlich, scheiterten sie am hervorragend disponierten Schlussmann. In den letzten 3 Minuten kamen die Bastards sogar zu einer Überzahlmöglichkeit, weil der Gegner aufgrund eines Wechselfehlers eine kleine Bankstrafe absitzen musste. In diesem Powerplay zeigten die Bastards tolle Moral und Willenskraft, drängten die Gäste in ihr eigenes Drittel und drückten aber vergeblich auf den Ehrentreffer, den sie sich mit Sicherheit verdient gehabt hätten. Man merkte im Abschluss jedoch bereits den Kräfteverschleiß, hier fehlte dann doch Qualität und Genauigkeit. Es blieb beim Endstand von 0:5 für die Gäste, die mit diesem Sieg bereits den 2.Sieg im 2.Spiel einfahren konnten und zwischenzeitlich von der Tabellenspitze lachen dürfen. Die Gastgeber konnten trotz der Kader-Misere, die Niederlage in Grenzen halten und mit einer geschlossenen Leistung mit diesem Rumpfteam, das Eis mit erhobenen Haupt verlassen. Hier gilt es, so schnell als möglich, den ausgedünnten Kader wieder aufzufüllen, um im nächsten Ligaspiel wieder konkurrenzfähig sein zu können.